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Die Schriftzeichen sollen die Ausrichtung unserer Karate-Auffassung in den Vordergrund rücken. Dagegen tritt die Selbstdarstellung unseres Namens gemäß dem Gebot der Bescheidenheit an den Rand bzw. in den Hintergrund.

Das obere der beiden Schriftzeichen ist das chinesisch/japanische Zeichen für "reisen" oder "gehen" (hing), das ursprünglich aus dem Bildzeichen einer Wegkreuzung abgeleitet wurde. Es schließt bedeutungsmäßig die Reise zur Erkenntnis und zur Willensbildung mit ein. Das untere Zeichen steht für den erhabensten Begriff der chinesischen Schriftsprache, nämlich "tao" (gesprochen dau, im Japanischen do). Es steht für das universale Prinzip der Welt, das in allen Seienden wirkt. Es wird auch als das Immerwährende, Unaussprechliche oder auch das Große charakteriesiert.

Das "tao" - Zeichen hat wiederum zwei Bestandteile, die einzeln "Kopf und "Fuß" bedeuten und symbolisch für Körper und Geist sowie für Erde und Himmel verwendet werden. So verkörpert das "tao" - Zeichen das universale Prinzip von Einheit und Harmonie.

Beide Zeichen zusammen gelesen heißt es "gyodo". Es bedeutet "Übung des Weges" und ist im Buddhismus ein stehender Ausdruck für Übung schlechthin. Hier ist die Übung jedoch nicht als Mittel zu Zweck, zum Erreichen eines Ziels zu verstehen, sondern als Selbstzweck. Das Üben an sich hat eine hohe Bedeutung wegen seines großen Wertes für die Charakterschulung und den geistigen Reifungsprozess, der damit einhergeht. 

„Wie man mit einer brennenden Kerze eine andere anzündet, so überträgt der Lehrer den Geist der rechten Kunst von Herz zu Herzen ...(d.h. ohne Worte)“

 nach: W. Lind - Budo, Bern 1995